Unsere Konzeptstufen ganzheitlicher
Kinder- und Jugendhilfe

Wir beschreiben Ihnen unsere fünf konzeptionellen Säulen, die einen Unterschied machen, …
…von anderen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen und für unsere Betreuten.
Der Trägerverein verfügt über 20 Jahre vielfältiger Kompetenz und Erfahrung mit Schutz-, Be- ratungs- und Infomations-Arbeit zur häuslicher und sexueller Gewalt. Daher haben wir unseren konzeptionellen Zuschnitt für Kinder und junge Menschen Maß geschneidert, wenn Grenzen oft existenzbedrohlich, d.h. vielfach, massiv und langwierig überschritten wurden.
In unseren Wohngruppen, in denen sie alle Altersstufen durchlaufen können, bieten wir einen „sicheren Ort“, liebevolle und respektvolle Zuwendung, sowie Struktur und Ordnung.
Unser multiprofessionelles und interkulturelles Team ist überdurchschnittlich qualifiziert, motiviert und engagiert. Für unsere Betreuten haben wir mit „Stairway to Happiness“ zusätzliche, z.T. externe Fördermöglichkeiten geschaffen, die die jungen Menschen mit Begeisterung annehmen und für sich mit erkennbaren Gewinn nutzen
Wir setzen diese Arbeit an festen Jugendhilfestandorten um:

  • in Osterode am Harz in den Wohngruppen
  • in Cuxhaven
 mit regelmäßigen Urlauben in Ferienhäusern
  • auf Mallorca (Spanien) 
mit erlebnispädagogischen Sommerferienfreizeiten auf der Finca Mariposa
  • in Hamburg 
in einer ambulanten Anlaufstelle
  • in Göttingen
 in einer ambulanten Anlaufstelle (im Aufbau)
stairway_heineckeModerne Jugendhilfe zeichnet sich dadurch aus, (richtige) Fragen zu stellen. Sie thematisiert die Notwendigkeit aller Beteiligten Verantwortung zu übernehmen.
Eine gute Einrichtung schafft ein Klima von Hoffnung und Vertrauen; dann haben die MitarbeiterInnen das Bedürfnis, genug von sich selbst zu geben, damit die betreuten jungen Menschen maximale Entwicklungsmöglichkeiten haben. Wir geben VIEL und bekommen, regelmäßige Schulbesuche, Respekt, gebührliches Benehmen, gelebte soziale Kompetenzen, Ausbildungs- und Studienabschlüsse (… nach Jahren des Abschieds bei uns), Mutleistungen, Freude, Wertschätzung und manchmal auch Vergebung für das, was unseren Kindern zugemutet wurde.
Wenn vollstationäre Unterbringung unabänderlich ist, alle anderen Wege bereits gegangen sind, stehen WIR bereit, ein über viele Jahre wissenschaftlich erprobtes und jugendhilferelevantes op- timales Spektrum an menschlicher Förderung zu geben. Unser garantierter Standard, selbstver- ständlich neben kassenärztlicher Versorgung, sind salutogenetische (Gesundheit, verstanden nicht als Zustand sondern als Prozess) und psychosoziale Behandlungsansätze, die wir Ihnen hier vorstellen und die wir den Betreuten zusichern. Selbstverständlich ist ein Leitziel unserer Arbeit bestmöglich mit den Systemen der Herkunftsfamilien zusammen zu arbeiten, um die Möglichkeit einer Rückführung zu optimieren und ggf. zu reali- sieren. Auch geschlechtsbewusste Pädagogik bzw. feministische Mädchenarbeit ist unser strukturierendes, alles durchdringendes Prinzip. So können sich Kinder und Jugendliche in der europäischen Lebenswelt, für die Welt vorbildlich, d.h. so gewaltfrei wie möglich entwickeln. Das eigene Selbstverständnis, u.a. für die Geschlechtsrolle, die Selbstverantwortung und die Empathie wird initiiert.
Sabine Heinecke, Mit-Gründerin und Geschäftsführerin des Trägervereins verspricht: „Stairway to Happiness beschreibt unser Angebot von Lösungsschritten, die in dem Moment passieren, in dem sie gegangen werden. Erlebtes Lebensglück endet nicht im Individuum, es ist eine Kraft, die die Welt erhellt. Jedes uns anvertraute Kind und jede Jugendliche macht mit unseren sorgfältig ausgewählten und auf ihren Entwicklungsstand abgestimmten Angeboten einen Schritt auf der Treppe zum Glücklichsein!“
stairway_gudjonsAus dem tiefen Respekt für die vielfältigen Überlebenstrategien unserer oftmals mehrfach traumatisierten KlientInnen und uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen entspricht der systemische, d.h. ressourcen- und lösungsorientierte konstruktive Arbeitsansatz unserer persönlichen Haltung am meisten. Denn systemisches Arbeiten lädt nicht nur ein zum Perspektivwechsel, sondern ermöglicht oft erst einen Umgang und Arbeitsbündnisse z.B. mit Erwachsenen, die den Anforderungen von gewaltfreier Erziehung und Gewährleistung des Kindeswohles nicht gerecht werden (-können). Wir können soziale Situationen nicht linear „führen“, sondern wir können sie mit-gestalten und mit-steuern. Was es hier neu zu lernen gibt, heißt Mustererkennung, Verständnis von Regulationsprozessen, Bedeutungsgebung, Zirkularität, Unterschiedsbildung, Ressourcenorientierung, Reflexionsvermögen, Steuerungskompetenz. Wir können beruhigt davon ausgehen, dass es in jeder Situation genügend Ungewissheit gibt, um immer wieder neue Lösungen zu entfalten, auch unter scheinbar widrigsten Umständen.
Systemisches Vorgehen bedeutet dabei das Finden eines „Unterschiedes, der einen Unterschied macht“, der nach Gregory Bateson beim Beobachter und nicht in der Sache liegt. Ein System definiert sich durch seine
Grenze zur Umwelt, seine Unterscheidung von ihr und anderen Systemen.
Systemisches Arbeiten heißt:
• Arbeite am Unterschied! – Ein System hat eine Funktion / Aufgabe / Ziel.
• Versuche die Funktionsweise des Systems zu erkennen und zu verstehen, nicht nach dem Warum zu fragen. Ein System ist an seinem Erhalt interessiert und richtet seine Aktivitäten darauf aus.
• Veränderungen, die an das System herangetragen werden müssen hilfreich und nicht bedrohlich sein. Ein System sucht seine Bestätigung in sich selbst.
• Immanent (d.h. unter sich, aus sich heraus) können die Systemmitglieder max. 2 Seiten eines Problems beleuchten, Erkenntnisgewinn entsteht erst durch die Hinzunahme einer Sichtweise von außen als 3. Perspektive.
stairway_wieneckeWer bin ich? Wo gehöre ich hin? Warum lebe ich nicht bei meinen Eltern?
All dies sind Fragen, die sich Kinder und Jugendliche, die „fremdplatziert“ sind stellen. Kinder und jugendliche, die bei ihren Eltern leben, haben die Möglichkeit, sich bei ihren Eltern über ihre Vergan- genheit zu erkundigen. Dies haben aber Kinder und Jugend-
liche, die von ihrer Herkunftsfamilie getrennt wurden oftmals nicht. Ihre Vergangenheit scheint verlo- ren und vieles davon sogar vergessen … nicht bei uns! Als Bezugspersonen geben wir den Betreuten mit Methoden und Werkzeugen der Biografiearbeit ein besseres Verständnis und mehr Wissen über ihre Vergangenheit und fördern so ihre emotional und soziale Entwicklung. Für Kinder und Jugendliche, die ihre Vergangenheit aus den Augen verlieren, kann es oft schwierig werden, sich emotional und sozial zu entfalten.
Biografiearbeit ist eine Methode, Teile dieser Vergangenheit den Kindern und Jugendlichen, die getrennt leben von ihrer Herkunftsfamilie, zurückzugeben. Es hilft den Kindern, wenn sie zusammen mit Fachkräften die Tatsachen ihres eigenen Lebens und ihre wichtigsten Bezugspersonen zusammentragen und mit diesem Wissen ihre Zukunft selbstbewusster gestalten können.
Biografiearbeit bedeutet auch, dass sich BetreuerInnen mit ihren Herkunftsfamilien, deren Muster und Aufträgen z.B. durch Familien- aufstellungen selbstreflektiv auseinandergesetzt haben. T.Ryan und R. Walker (2004) fanden heraus, dass die meisten fremdunterge- brachten Kinder davon profitieren, ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit einem einfühlsamen Erwachsenen zu besprechen. Für Kinder, die nicht bei ihren leib- lichen Eltern aufwachsen, muss die Frage geklärt werden, warum sich diese Trennung ereignete und warum die leibliche Familie nicht (ausreichend) in der Lage war, für das Kind zu sorgen.
Wir setzen Biografiearbeit unter anderem mit dem „Lebensbuch“ um, welches erarbeitete Inhalte, Fotos und Erinnerungsstücke aus der Vergangenheit und Gegen- wart sowie Genogramme enthält. Es bietet einen halbstrukturierten Rahmen für Kind und BetreuerIn, alle relevante Facetten des Lebens einzuweben von der Geburt über wichtige Menschen und Orte, Lieblinge und Gewohnheiten.
stairway_frankeMET nach Franke® wurde von dem Diplompsychologen und Gestalttherapeuten Rainer Franke und Regina Franke, Heilpraktikerin, entwickelt. Den theoretischen Hintergrund der MET-Klopftherapie bilden einerseits die Energetische Psychologie, die Gestalttherapie nach Fritz und Lore Perls und das Modell der Bewußtseinsebenen nach Dr. David Hawkins.
Durch sanftes Beklopfen bestimmter Meridianpunkte (Akupunkturpunkte) mit den Fingerspitzen löst der/die Behandelte nachhaltig und ausschließlich negative Gefühle, die als Folge z.B. traumatischer Ereignisse und Lebenserfahrungen gegenwärtig das Leben beeinträchtigen, auf. Die Energie fließt wieder frei, das emotionale Problem verschwindet. Positive Gefühle und damit die Resonanz zu positiven Bewußtseinsebenen können durch das Beklopfen verstärkt werden.
Die vollständige Auflösung belastender Gefühle und sich daraus ergebender Blockaden, schafft für Betreute neue Handlungsspielräume auf allen persönlichen Ebenen.
Bindungsforscher und Psychosomatiker wissen schon lange, dass (frühkindlicher) Missbrauch, emotionale und substantielle Verwahrlosung, extreme Strenge und häufiger Familienstreit in späteren Jahren zu Depressionen, Angststörungen und anderen psychischen Problemen führen können.
MET als therapeutischer Selbsthilfeansatz ermöglicht Kindern und Jugendlichen altersgerecht, sich selbst bewusst wahrzunehmen, ihre emotionale Befindlichkeit zu steuern und so Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung zu erlangen. MET fördert somit auch das Selbstbewusstsein und die Fähigkeit von Kindern und Jugendlichen, sich selbst zu verstehen und Kontakt zu anderen Menschen positiv zu gestalten.
Mit großer Selbstverständlichkeit „beklopfen“ auch MitarbeiterInnen Alltagsgefühle wie Ärger und Trauer und schaffen damit ein Klima von „Normalität“ für in intensiver Therapie befindliche Betreute.
stairway_SchaffartzikDie andere Sicht von Krankheit und Heilung … heile schnell, sanft und dauerhaft.
Gleiches wird durch Gleiches geheilt. (Dr. med. Hahnemann)
Als ganzheitliche Heilmethode schließt die Homopathie immer die individuelle Persönlichkeit, sowie das Seelenleben und den gesamten Organismus der Betroffenen mit ein.
HomöopathInnen sehen in einer Krankheit eine Disharmonie der Lebenskraft, die sich über einzelne Symptome zeigen.
Deshalb werden die Symptome in einer ausführlichen Anamnese aufgeschrieben und mit den Symptomen des Arzneimittelbildes verglichen. Am Beispiel Fließschnupfen wird das Vorgehen erläutert: bei stark laufender Nase mit dünnflüssigem Sekret, spricht man von Fließschnupfen. Für die Auswahl des angezeigten homoöpathischen Mittels ist es wichtig, ob das Sekret wundmachend, milchig oder klar ist oder im Wechsel mit einer verstopften Nase auftritt; bedacht wird auch die Kälte- oder Wärmewirkung. Ebenso wichtig für die Mittelwahl ist der Auslöser des Schnupfens.

Sollte das Mittel nicht wirken, weil es vielleicht nicht das Simile (Vergleichbare) ist, und die Beschwerden verstärkt, dann ist grundsätzlich von weiteren Versuchen abzuraten und ein Arzt des Vertrauens sollte zu Rate gezogen werden.
Ziel der homöopathischen Behandlung ist es, die körpereigene Lebenskraft bzw. die Selbsthei- lungskräfte des Organismus anzuregen und sein Gleichgewicht wieder herzustellen.
Homöopathie ist als „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu verstehen.
Viele kleinere manulle Therapien lassen sich gut parallel zur Homöopathie anwenden; oft spielt dabei auch das Bedürfnis nach Berührung eine Rolle. Am bekanntesten dürfte das japanische Heilströmen sowie „Reiki“ sein.

stairway_roesemeierDie Osteopathie betrachtet den menschlichen Körper als funktionelle Einheit.
Der wichtigste Grundsatz lautet: „Leben ist Bewegung“. Daher sucht der Osteopath überall im Körper nach Bewegungseinschränkungen, die aus Sicht der Osteopathie verantwortlich für Schmerz und Krankheit sind. Osteopathie ist eine manuelle Behandlungsmethode. Neben dem Bewegungsapparat werden auch innere Organe, das zentrale Nervensystem und der Blutfluss über manuelle Techniken beeinflusst.
Osteopathie ist auf eine ganzheitliche Behandlung des Menschen ausgerichtet. Im Zentrum der Therapie steht nicht die Behandlung einer Krankheit an sich, sondern immer die individuelle Situation bei einem Patienten. Kinder und Jugendliche in stationärer Jugendhilfe sind oft auf vielfache Weise traumatisiert. Reaktionen auf ein Trauma können unmittelbar nach dem traumatischen Ereignis, Tage danach oder sogar erst Wochen später auftreten. Schwindendes Vertrauen in Erwachsene und die Angst, dass dasselbe Ereignis noch mal passieren könnte, sind häufige Traumafolgen bei Kindern und auch bei Erwachsenen. Traumata speichern sich auf unterschiedliche Weise in verschiedenen körperlichen Systemen ab (visceral, kraniosacral, parietal, fascial). Mit begleitenden osteopathischen Behandlungen können diese Zustände in den Geweben abgebaut werden und Traumafolgen reduziert werden. PatientInnen können so eine „neutrale“ Entwicklung nehmen.
Osteopathie ist angewandte Wissenschaft. Sie stützt sich auf neuste anatomische und physio- logische Kenntnisse. Die Kombination aus klinischem Verständnis, soliden wissenschaftlichen Kenntnissen und dem Gebrauch der Hände als diagnostisches und therapeutisches Mittel macht sie so einzigartig.