Hallo, darf ich mich Dir vorstellen?! 

Mein Name ist Nele, ich bin 14 Jahre alt und ich wohne in der MÄDCHEN-WG „WILDE HÜHNER“

Gerne möchte ich Dir von meinem Leben in der Wohngemeinschaft berichten.

Ich lebe hier gemeinsam mit anderen Mädchen zusammen, welche aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr zu Hause leben können und /oder die körperliche, seelische oder sexuelle Gewalt erfahren haben und sich auf ein gemeinschaftliches Zusammenleben in einer Mädchenwohngruppe einlassen können.

Ich erfahre hier im Alltag Unterstützung durch eine klare Tagesstruktur, die mir viel Sicherheit gibt. Es besteht rund um die Uhr die Möglichkeit bei Fragen oder Problemen mich an Betreuerinnen zu wenden. Mein eigenes Zimmer wird jedoch als Privatsphäre von allen akzeptiert und ich kann es für mich individuell dekorieren. Gut finde ich auch, dass wir eine reine Mädchen-WG sind und ich erfahre hier Stärkung, Geborgenheit und Schutz.

Früher schwänzte ich häufig die Schule und fühlte mich überfordert. In der Mädchen-WG wird der Schulbesuch sehr ernst genommen und ich erhalte Hilfe und Unterstützung für einen regelmäßigen Schulbesuch. Es besteht das Angebot der Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe. Die Betreuerinnen stehen in einem engen Informationsaustausch mit den Lehrkräften und auch ich werde mit einbezogen.

Ich profitiere vom Zusammenleben mit den anderen Mädchen und wir werden angeleitet im respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander. Verbale und körperliche Gewalt wird bei uns nicht toleriert. Es finden regelmäßige Hausbesprechungen statt und wir gestalten und nehmen an vielen unterschiedlichen Projekten teil.

Ein Highlight sind unsere Ferienreisen, wo wir meist eine Mischung aus aktiven Unternehmungen und Erholung verbinden.

Da die Aufnahme in die Mädchen-WG über das zuständige Jugendamt stattfindet, finden regelmäßig Hilfeplangespräche statt, so dass mit Dir gemeinsam Ziele besprochen und reflektiert werden, welche Unterstützung und Hilfe Du hierfür noch benötigst. Der Aufenthalt in der Mädchen-WG kann zeitlich begrenzt sein, aber es ist auch eine dauerhafte Unterbringung möglich.

Jedes Mädchen hat eine direkte Bezugsbetreuerin, welche ihr individuell zur Seite steht, um mit ihr den Alltag zu strukturieren, Unterstützung bei Familienkontakten zu geben, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, Perspektiven zu entwickeln und Ziele zu erreichen.

Als ich hier ankam war ich eher ein gerupftes Huhn mit Blessuren jetzt haben sich Mut, Sicherheit und Vertrauen in meinem Leben verankert und ich bin möchte die Chance im Mädchenhaus für mich nutzen.MH_015