Ist Ihr Zuhause ein sicherer Ort? … und für Ihre Kinder?

Wenn nicht:

Ab 1. September 2018 wird das Frauenhaus in Osterode für den gesamten Landkreis Göttingen wieder eröffnet!

Das – anonym – in Osterode befindliche Frauenhaus verfügt über 4 Plätze und qualifizierte Mitarbeiterinnen. Aufgenommen werden grundsätzlich auf freiwilliger und selbstbestimmender Basis volljährige Frauen und deren Kinder, welche von häuslicher Gewalt betroffen sind.

Bundesweit fehlen immer noch an die 15.000 Plätze bei 6800 vorhandenen Frauenhausplätzen (Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) und gerade ländlich strukturierte Gebiete weisen häufig in der Schutz- und Hilfevorsorge Leerstellen auf.

Häusliche Gewalt liegt vor, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten partnerschaftlichen Beziehung körperliche, seelische und/oder sexualisierte Gewalt ausüben oder androhen.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf über

Verein Frauen für Frauen e.V.                 05522 4668

oder

Frauennotruf/Gewaltberatungsstelle    05522 920770

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gewalt die häufigste Todesursache von Frauen zwischen 16 und 44 Jahren.

Die Trennungszeit ist für misshandelte Frauen eine sehr gefährliche Zeit, viele Gewaltdelikte passieren genau dann, wenn die Frauen gehen wollen. Die Angst vor weiterer massiverer Gewalt, die nicht nur gegen die Frau selbst gerichtet ist, sondern auch gegen ihre Kinder oder nahen Verwandten, ist extrem hoch. Der soziale Abstieg kann die Frau hindern, zu gehen. Der Verlust des vertrauten Umfeldes, gerade auch für die Kinder, kann die Frau zum Bleiben verleiten. Ökonomische Abhängigkeiten und mangelndes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken tragen dazu bei, bei dem Gewalttäter zu bleiben. Letztendlich sind auch gesellschaftliche Moralvorstellungen und Glaubenssätze nicht unerheblich für die Entscheidungsfindung. Und wenn es dann noch an vorurteilsfreier Unterstützung von außen fehlt, ist nichts mehr, gar nichts mehr einfach. In dieser Situation bedarf es großer Anstrengung die ersten Schritte aus der Gewalt gehen zu können.

Unser Blick in der Arbeit ist auf Gegenwart und Zukunft gerichtet in der Gewissheit von Gewalt betroffenen Frauen mit ihren Kindern individuell erarbeitete Perspektiven eröffnen zu können.                          

Im Frauenhaus leben die Frauen und deren Kinder eigenständig und selbstbestimmt. Sie werden in ihrer Krisenbewältigung und in behördlichen, finanziellen und lebenspraktischen Bereichen umfänglich unterstützt, begleitet und beraten. Dieses Schutz- und Hilfsangebot ist ein vorübergehendes, zeitlich begrenztes Angebot, mit dem Ziel, den Frauen und deren Kindern einen Weg aus der erlebten Gewalt aufzuzeigen. Damit gewaltbetroffene Frauen nicht mehr Opfer sind!

Für nicht refinanzierbare zusätzliche Unterstützungen der Bewohnerinnen ist der Verein auf Spenden angewiesen.