Das sind wir!

Von oben betrachtet: Vom Gemeinnützigen Verein zur sozialen Einrichtung

Wie Sie sehen, ist unser multiprofessionelles und –kulturelles Team überdurchschnittlich qualifiziert, motiviert und engagiert.

Der Trägerverein verfügt über 20 Jahre vielfältiger Erfahrung mit Schutz-, Beratungs- und Informations- Arbeit zu häuslicher und sexueller Gewalt.

 

Aus einer frauen- und sozialpolitischen Initiative ist inzwischen eine etablierte soziale Einrichtung gewachsen, die sich stetig weiter entwickelt.

Diese Energiebündelung, diese Fügung, dieser Geist, der eine Sache in Gang setzt, ist letztlich nicht erklärbar, dennoch kann in diesem Falle davon ausgegangen werde, daß alle 13 beteiligten Gründungsfrauen

  • ein gemeinsames Unrechtsbewusstsein bzgl. der Lage von Kindern
    und Frauen bei sexueller und häuslicher Gewalt haben,
  • eine frauenparteiliche Perspektive selbstverständlich ist,
  • Arbeits- und Einsatzwille stets da ist,
  • die Bereitschaft Geld und Zeit in eine gemeinsame Sache zu investieren,
  • Durchhaltevermögen und Belastbarkeit und
  • die tiefe Überzeugung Einsatz zeigen zu müssen, da es sonst niemand tut.

Seither arbeiten der ehrenamtliche Vorstand, einige der Gründungsfrauen und viele engagierte MitarbeiterInnen eng und konstruktiv zusammen. Als es nötig wurde, setzten sie eine Geschäftsführerin ein. Das markierte den Wendepunkt der Professionalisierung des Trägers, denn durch den steten Zuwachs von Arbeitsbereichen und somit dem Personalzuwachs benötigten und bekamen die  Vorstands- und Vereinsfrauen für die komplexe und umfangreiche Arbeit professionelle Unterstützung. Um der steigenden Nachfrage überhaupt gerecht zu werden, mussten sich die einzelnen Arbeitsbereiche immer mehr differenzieren um die exakten Erfordernisse zu bedienen.

Die Reihenfolge der gegenwärtigen Geschäftsbereiche

baute sich zeitlich auf:

  • Frauennotruf als Beratungsstelle und zur Krisenintervention
  • Frauenschutzhaus
  • BISS (aufsuchende Sozialarbeit bei häuslicher Gewalt)
  • Mädchenhaus (incl. Inobhutnahmestelle und Wohngruppe zur Verselbständigung)
  • Kinderhaus (incl. Inobhutnahmeplatz)
  • Kinderschutzfachkräfte (§8a SGB VIII)
  • Ambulante Hilfen zur Erziehung
  • Externes Schulungs- und Beschwerdemanagement gegen sexuellen Missbrauch in Institutionen
  • Externe Supervision
  • Interne und externe Weiterbildung

Die  o.g. Bereiche fußen auf der Satzung und haben sich ausserordentlich professionalisiert, dennoch ist die Bedeutung der rein ehrenamtlichen Vereinsarbeit geblieben:

„Jede/r hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ GG Art. 2, Abs. 1

ausdifferenziert heisst das,

  • Unterstützung des Selbstbestimmungsrecht
  • Schutz vor struktureller Gewalt im häuslichen Bereich
  • Sozialer Treffpunkt in Frauenräumen mit Bildungs-, Freizeit- und Erholungswert
  • Solidarische Unterstützung von Frauen und Kindern
  • Durch Spezialisierung fachliche Entlastung anderer Institutionen
  • Kompetente Ansprechpartnerinnen für Migrantinnen
  • Politisches Engagement
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Netzwerkarbeit auf Bundesebene, zB Bundeskonferenz gegen Zwangsheirat
  • Beteiligung an Forschung, Ausbildung und sozialem Wandel

Die Ziele und der Zweck der Vereinsarbeit  ergeben sich aus der Satzung, die gerne angefordert werden kann.

Ziel und Ausgangspunkt der Arbeit besteht darin, zu derzeitigen Strukturen und (Abwicklungs-) Verfahren bei der Problematik von sexueller und häuslicher Gewalt Alternativen zu entwickeln und anzubieten.

Das allgemeine Vereinsinteresse gilt der Innovation, der Unabhängigkeit und der positiven Entwicklung als individueller Prozess von Kindern, jungen Menschen und Frauen.

Sie ist aktiver Bestandteil der europäischen Frauenbewegung und orientiert sich sowohl an wissenschaftlich fundierten Ergebnissen der Gender-, Präventions- und Kriminologischen Forschung  als auch den Sozialwissenschaften.

Abschließend kann die Arbeit so beschrieben werden, dass sie anonym und vertraulich ist und Kindern/Jugendlichen wird ein maximales Mitspracherecht eingeräumt. Da die Arbeit einen hohen gemeinnützigen Wert hat, wird weder Konkurrenz noch Ausgrenzung akzeptiert.

Daher haben wir unseren konzeptionellen Zuschnitt vor allem für Kinder und junge Menschen Mass gemacht, deren Grenzen oft existenzbedrohlich, d.h. vielfach und massiv überschritten wurden.

In unseren Wohngruppen, in denen sie alle Altersstufen durchlaufen können, bieten wir einen „sicheren Ort“, liebevolle und respektvolle Zuwendung, sowie Struktur und Ordnung.

Wir setzen diese Arbeit inzwischen um an den Jugendhilfestandorten Osterode am Harz (Landkreis Göttingen), hier befinden sich die Wohngruppen, in Cuxhaven-Duhnen, hier machen wir regelmäßig Urlaub und auf einer Finca auf Mallorca in Spanien, hier finden unsere erlebnispädagogischen Maßnahmen statt.

 

 

Stand: Osterode, Dezember 2015