Nach einer hart gekämpften Schlacht von Gegnern („Pro Life“) und Unterstützern („Pro-Choice“) hat sich am Freitag, 25. Mai 2018, eine Mehrheit der irischen Bevölkerung (66,4%) für die Abschaffung des Abtreibungsverbotes entschieden.  Somit kam eines der strengsten Abtreibungsgesetze in Europa zu Ende: selbst nach Vergewaltigungen, Inzest oder einem kranken Fötus waren Schwangerschaftsabbrüche in Irland strafbar. Diese Situation führte dazu, dass jedes Jahr tausende Frauen ins benachbarte Vereinigte Königreich für eine Abtreibung reisten, oder sich einfach im Internet Abtreibungspillen besorgten, alles ohne ärtzliche Betreuung, bzw. Nachbetreuung. Am Freitag wurde über die Aufhebung (repeal) des achten Zusatzartikels der Verfassung der Republik Irland abgestimmt, der festschrieb, dass dem Fötus das gleiche Recht auf Leben wie der Mutter zusteht und somit Abtreibung in nahezu allen Fällen verboten war, es sei denn, das Leben der Mutter war durch die Schwangerschaft gefährdet.  Das irische Parlament (Dáil Éireann) kann jetzt, nach dem „Yes for Repeal“, Abtreibung bis zur 12. Schwangerschaftswoche legalisieren. Das Ergebnis des irischen Referendums bejaht das Recht der Frau auf körperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit. „Ireland“, so schreibt  die irische Senatorin und Campaignerin Ivana Bacik, „has spoken – and we have made history“. (https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/may/26/ireland-has-changed-utterly-the-cruel-eighth-amendment-is-history).