Seit 20 Jahren gibt es jetzt den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“. Der globale Aktionstag erinnert alljährlich an das noch immer hohe Ausmaß von Gewalt gegen Frauen.

Lange Zeit war das Thema vollständig tabuisiert. Viele der betroffenen Frauen fühlen sich immer noch hilflos. Scham und Angst vor Gerede oder weiteren Übergriffen hemmen sie, ihre Rechte einzufordern und Hilfe zu suchen. Viele sprechen mit niemandem über die erlebte Gewalt. Die Statistiken sind finster: jede vierte Frau in Deutschland ist  mindestens einmal im Leben von sexualisierter Gewalt betroffen; weltweit, wie die #metoo Bewegung preisgab, scheint es kaum eine Frau zu geben, die sexuelle Gewalt niemals erlebt hat. Dazu spricht die enorme Dimension der häuslichen Gewalt: alle zwei bis drei Tage wird eine Frau hierzulande von ihrem Partner getötet. Konträr zur allgemeinen Meinung geschehen solche Gewalttaten in allen gesellschaftlichen Milieus. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Thema Gewalt gegen Frauen (2004) haben 42% der in Deutschland lebenden Frauen auch psychische Gewalt erlebt, z.B. Einschüchterung, Verleumdung, Drohungen, und Psychoterror.