Vor 19 Jahren verabschiedete die UN-Generalversammlung eine Resolution (54/134), nach der der 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen, auch „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“, bestimmt wurde. Seit dann erinnert der globale Aktionstag alljährlich an das hohe Ausmaß von Gewalt gegen Frauen.

Lange Zeit war das Thema vollständig tabuisiert. Viele der betroffenen Frauen fühlen sich immer noch hilflos. Scham und Angst vor Gerede oder weiteren Übergriffen hemmen sie, ihre Rechte einzufordern und Hilfe zu suchen. Viele sprechen mit niemandem über die erlebte Gewalt. Die Statistiken sind finster: jede vierte Frau in Deutschland ist  mindestens einmal im Leben von sexualisierter Gewalt betroffen; weltweit, wie die #metoo Bewegung preisgab, scheint es kaum eine Frau zu geben, die sexuelle Gewalt niemals erlebt hat. Dazu spricht die enorme Dimension der häuslichen Gewalt: alle zwei bis drei Tage wird eine Frau hierzulande von ihrem Partner getötet. Konträr zur allgemeinen Meinung geschehen solche Gewalttaten in allen gesellschaftlichen Milieus. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Thema Gewalt gegen Frauen (2004) haben 42% der in Deutschland lebenden Frauen auch psychische Gewalt erlebt, z.B. Einschüchterung, Verleumdung, Drohungen, und Psychoterror.

Die traurige Bilanz der Sache ist, daß Frauen ihre Menschenrechte und Grundfreiheiten immer noch nicht wahrnehmen und somit  auch nicht, nach dem Motto von Terre des Femmes, „frei leben“ können. Ziel des internationalen Gedenktages am 25. November ist, das öffentliche Bewusstsein an die Dringlichkeit des Problems zu erinnern und es weiter darüber aufzuklären, sowie Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt zu rücken. Frauen, die von Gewalt betroffen sind, können sich in Osterode an den Verein Frauen für Frauen für Beratung und Information wenden:

05522 4668 (Büro) oder 05522 920 770 (Frauen Notruf)

frauenfuerfrauen-osterode@t-online.de